Wie kann es zu einer Ansteckung mit HIV kommen?

HIV kann nur übertragen werden, wenn durch Druck oder Reibung eine ausreichende Menge ansteckender Flüssigkeit in die Blutbahn gelangt oder durch Schleimhäute in den Körper eindringt.

Eine ausreichende Menge an Viren enthalten Blut, Samenflüssigkeit, Scheidenflüssigkeit, der Flüssigkeitsfilm auf der Darmschleimhaut und die Muttermilch.

Mögliche Eintrittspforten in Ihren Körper sind die Schleimhäute, die im Gegensatz zu normaler Haut dünner und durchlässiger für HIV sind. Schleimhäute sind in Scheide/Muttermund, Darm, Penisspitze und Mund. Schleimhäute sind unterschiedlich beschaffen und daher ist auch das Übertragungsrisiko unterschiedlich. Die Darmschleimhaut kann HIV leicht aufnehmen, eine Übertragung über die Mundschleimhaut hingegen ist nur sehr schwer möglich.

Durch die intakte Haut kann das Virus nicht gelangen.

Am häufigsten wird HIV durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Ein hohes Risiko besteht ebenso beim gemeinsamen Benutzen von Spritzen bei Drogengebrauch.
Kinder können durch ihre infizierte Mutter während der Geburt, beim Stillen und selten im Mutterleib angesteckt werden.

Je mehr Viren sich im Blut und den Körperflüssigkeiten befindet, desto höher ist das Übertragungsrisiko.

Das Risiko verringert sich, wenn wenige Viren im Blut sind. Dies ist der Fall, wenn jemand von seiner HIV-Infektion weiß und Medikamente gegen die Vermehrung einnimmt.
Video:
http://www.aidshilfe.de/de/sich-schuetzen/hiv/aids/uebertragung?page=1
(HIV-Basiswissen 3)


Wie kann ich mich schützen?

HIV ist eine schwer übertragbare Krankheit. Am riskantesten ist ungeschützter Geschlechtsverkehr. Das Risiko kann man durch Safer Sex deutlich senken. Das bedeutet beim Vaginal- oder Analverkehr immer Kondome zu verwenden und beim Oralverkehr darauf zu achten, dass keine Samenflüssigkeit in den Mund gelangt. Auch Petting, Streicheln, Küssen fällt unter Safer Sex und stellt kein Risiko dar.

Verlassen Sie sich nicht darauf, dass Ihr Sexualpartner oder ihre -partnerin den Schutz übernimmt. Ob jemand infiziert ist, kann man nicht sehen. Und vielleicht weiß es der andere ja auch noch nicht. Sorgen Sie selber immer für Ihren Schutz, übernehmen Sie für sich die Verantwortung. Nur dann gehen Sie kein Risiko ein.

Auch die medikamentöse Therapie von HIV-positiven Menschen ist eine Form des Schutzes. Mehr hierzu unter Infektionsverlauf und Therapie.


Kein Risiko

Kein Risiko besteht bei dem normalen alltäglichen Umgang miteinander, gemeinsamen Benutzen von Besteck und Geschirr, Händeschütteln, Umarmen, Kontakte mit Tieren, Benutzen von öffentlichen Toiletten oder Besuchen von öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbad oder Sauna.

Eine Auswahl unserer Veranstaltungen

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Update zu HIV und Aids

Fachtag von Diakonie und Caritas für Mitarbeiter von verschiedenen Beratungsstellen im sozialen Bereich
Donnerstag, 19.10. 2017
9.30 – 15.00 Uhr
Augsburg

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HIV-Workshop für Gesundheitsämter in Niederbayern
Aktuelle Themen und Neuerungen
Dienstag, 14.11.2017
9.00 – 15.00 Uhr
Landshut